Das bin ich

Hallo zusammen und herzlich Willkommen zu meinem Blog,

bevor ich anfange etwas über mich und meinen bisherigen Weg zu erzählen möchte ich kurz erklären warum ich überhaupt ein Blog schreibe.

Ich habe mich in den letzten Jahren von einem Sportler zu einem verwöhnten, verfetteten faulen Sack entwickelt.
Im Frühjahr 2008 habe ich dann beschlossen das es so nicht weitergehen kann und arbeite seitdem an meiner Fitness.
Da es aber nicht immer leicht ist, das ganze über einen langen Zeitraum durchzuziehen, habe ich mich zu diesem Blog entschieden.
Denn im Lichte der Öffentlichkeit erhoffe ich mir, mich selbst unter Erfolgsdruck zu setzen und meine Trainingsziele dadurch etwas beständiger zu verfolge. Nicht zu vergessen das ich außerdem Spaß am Scripten und dem Internet habe.

… früher war alles besser

Im Alter zwischen 16 und 20 Jahren habe ich fast jede freie Minute auf Inline Skates verbracht. Streetskaten war damals mein Leben.
Angefangen hat alles mit einem Film aus der Videothek, nämlich Airborne. Nach den 90 Minuten Video war klar: “Ich brauch solche Teile auch”.
Es war damals nicht einfach an Skates zu kommen denn es war das erste Jahr das man in Deutschland überhaupt Skates kaufen konnte. Mein erster Skate war ein  “K2 Extreme Flight”. 399 Mark war ne schöne Stange Geld für einen AZUBI aber ich mußte die Dinger einfach haben.
Es war aber schnell war klar das man damit nur begrenzt Tricks machen kann weil Fitness Inline Skates einfach nicht stabil genug waren und kein Grindfläche hatten. Also wurde ein Roces Street aus den Staaten organisiert und ab da ging es dann steil bergauf.

Mit 19 habe ich nach der Ausbildung und dem Zivildienst meinen eigenen Skateshop eröffnet. Auch in der Szene hab ich eine recht ordentliche Figur gemacht. Ich war jetzt nicht unbedingt einer der verrücktesten den Deutschland zu bieten hatte aber unter den 75 besten Skatern Deutschland konnte ich mich damals bestimmt einordnen.

bio

Leider bleiben bei solchen Sportarten Verletzungen kaum aus und so kam es das ich mir im laufe der Jahre einige dutzend male die Kniescheibe ausgekugelt habe. Dies hat dann dazu geführt das es nach einem erneuten schweren Unfall ohne eine Operation nicht mehr weiterging.

Nach der OP ist alles nie wieder so geworden wie es einmal war. Ich habe insgesamt mehr als 6 Monate mit Reha verbracht und konnte die Angst, die Geräusche und die Bilder vor dem inneren Auge die sich immer wieder beim Skaten abgespielt haben, einfach nicht mehr loswerden.

Ich bin zwar nach der OP noch ca. 4 Jahre lang gefahren aber es war kein Leistungszuwachs mehr da. Es ging einfach nur um den Spaß weiterhin dabei zu sein.
Wie das aber eben so ist wurde es immer weniger Zeit die man auf Skates verbracht hat. Man mußte sich ja nun auf einen richtigen Job konzentrieren.

Mit 25-26 Jahren konnte man die Tage die ich im Jahr auf Skates verbracht habe an einer Hand abzählen.

… langsam schleichen sich die Kilos an

Von meinem 26-31 Lebensjahr habe ich immer mehr Zeit vor dem PC verbracht und mir Abends durchaus mal 1,5 Liter Cola in den Rachen gekippt.
Sport war etwas das die anderen machen und ich hatte das eh nicht nötig, ich hab ja in meinem leben schon Sport für insgesammt 2 Leben gemacht.

Mit 31 haben mich meine Kollegen auf der Arbeit (ich war damals Verkäufer in einem Sportgeschäft) nicht mehr Sven sondern nur noch “Dicker” gerufen.
Kein Wunder, die Waage hat ja immerhin fast 100 Kilo angezeigt bei einem Körperfettwert von 34% wenn ich mich noch richtig erinnere und das ganze bei 1,73 Meter Körpergröße.

… mit neuen beruflichen Aufgaben kam die Wende

Im Jahr 2007 wurde mir die Verantwortung für die Abteilung Multisport in unserem Sportgeschäft übertragen.
Ein Teil der Produkte in dieser Abteilung sind aus den Bereichen Sportelektronik (GPS; Pulsmesser, Laufuhren) und Nahrungsergänzungsmittel (Eiweiß, Kohlehydrate, usw…).

Damals für mich bömische Dörfer.

Da ich mich aber grundsätzlich für die Sachen die ich verkaufe auch über die Beschreibung die man auf der Verpackung findet hinaus interessiere hat es nicht lange gedauert bis ich Blut geleckt hatte und mehr wissen wollte über Ernährung und allem was damit zu tun hat.

Im November 2007 bin ich dann in meine erste Diät geschlittert nämlich “Abnehmen mit der Dr. Strunz (Eiweiß) Methode”.
Naja über Diäten habe ich mittlerweilen meine ganz eigene Meinung zu der ich hier noch einen Artikel schreiben werde.

Nach 6 Monaten Kalorien zählen, Eiweiß trinken und ab und zu mal mit dem Rad zur Arbeit zu fahren waren dann auch ca. 16 Kilo runter und die Waage hat 85 Kilo angezeigt.

… Diät oder Leben, das ist hier die Frage

Jeden Tag alles abzuwiegen kann ganz schön nervig sein und ausserdem war ich zum Sommeranfang 2008 schon um einige belesener was Ernährung und Diäten anging.
So wollte ich nicht weitermachen den die Lebensqualität, die zwar durch eine gesündere Ernährung zugenommen hatte, war denoch durch die Selbsteinschränkungen was man essen sollte und was nicht, ganz schön depremierend.

Da hilft nur eines: Sport
Also habe ich den Sommer 2008 mit Schwimmen, Radfahren und später auch mit meinem absoluten Hassthema, dem Laufen verbracht.

Als es in den Herbst ging zeigte die Waage 79,0 Kilo an und da bin ich dann eingebrochen.
Vorgenommen hatte ich mir 80 Kilo zu ereichen als ich damals bei 100 gestartet bin.
Als ich die 80 dann endlich unterschritten hatte war ich der Meinung mir mal eine Pause verordnen zu können. Das war im Oktober 2008

… so schnell wird aus einer kleinen Pause ein viertel Jahr…

Die kleine Pause hat mal eben bis Januar gedauert.
Leider haben die Fettpölsterchen keine Pause in Ihrem erneuten Wachstum gemacht und nach einem Weihnachten bei der Schwiegermutter und 4 Monaten sporadischer sportlicher Betätigung zeigte die Waage wieder 84 Kilo.

bauch1


… jetzt gehts richtig los

Im Januar habe ich mich in einem Fitnesscenter angemeldet und verbringe dort viel Zeit auf dem Rad.
Das is auch gut für mein kaputtes Knie das nie wieder richtig heile geworden ist und ausserdem kann man beim Radfahren am leichtesten im Grundlagenausdeierbereich 1 (GA1) trainieren.

… heute

Damit meine Motivation zusätzlich unterstützt wird habe ich dann im Juni diese Blog eröffnet welches Du gerade liest.

Ich hoffe ich kann Dir, egal ob Du Vollblutsportler oder übergewichtiger Nichtsportler bist, ein wenig die Zeit mit meinen Geschichten vertreiben.
Im Gegenzug würde ich mich freuen wenn Du den ein oder anderen Kommentar hier lässt. Solltest Du Fragen haben zu dem was ich mache dann scheue Dich nicht davor mich einfach anzuquatschen.

Mit sportlichen Grüßen
Sven Raupach